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Gelber Segelseebader (Zebrasoma flavescens)
(2 Themen)
Frage (30. Januar 2006):
Ich pflege in meinem Wohnzimmeraquarium (500l) zwei Zebrasoma flavescens. Bei beiden Tieren hat sich an den Rücken-, After- und Schwanzflossen ein durchsichtiger Saum auf der an sich gelben Flosse gebildet. Besonders auffällig ist dies an den Schwanzflossen zu erkennen (siehe Bild). Beide Tiere sind ungefähr von gleicher Grösse (~ 13 cm) . Sie vertragen sich gut. Bei dem dominanten Exemplar ist der Saum an der Schwanzflosse ungefähr doppelt so breit. Sei noch ergänzt, dass in meinem Ablegerbecken ein einzelner Zebrasoma flavescens diesen durchsichtigen Flossensaum nicht entwickelt hat. Alle drei Fische vermitteln einen gesunden und vitalen Eindruck. Gefüttert wird vorrangig mit Frostfutter (Mysis, Artemien, Krill. Die Krebse werden mit Spirulina, Astaxanthin und Knoblauch angereichert. Gelegentlich werden zusätzlich auch getrocknete Algen verabreicht. Wäre es möglich, dass es sich hier um einen Geschlechtsunterschied handeln könnte oder eher um eine Lokalität? Gibt es Anlass zur Sorge?
Antwort:
Aus meiner Erfahrung heraus würde ich dies als Flossensaum beschreiben, der sich bei Fischen entwickeln kann, die in die adulte Lebensphase wechseln. Ich selbst konnte dies immer wieder bei unterschiedlichen Fischarten beobachten. Dass dies allerdings auch bei Zebrasoma flavescens auftritt, wusste ich bisher nicht. Auch in der Literatur konnte ich kein entsprechendes Bild entdecken. Es zeigt aber, dass es den Fischen gut geht und die Ernährung stimmt. Vielleicht findet sich unter den Lesern jemand, der bei seinem Gelben Segelseebader ähnliches beobachtet hat. Ich gehe nicht davon aus, dass diese Erscheinung krankhaft ist, ein Geschlechsmerkmal allerdings wird es wohl auch nicht sein; zumindest entzieht es sich dies meiner Kenntnis.
Debelius, H. & Kuiter, R. H. (2001): Doktorfische und ihre Verwandten. Ulmer Verlag, Stuttgart. 208 S
Randall, J. E. ( 2002): Surgeonfishes of the World. Mutual Publishing. 124 S.
Frage (29. Januar 2006):
Nach vielen Jahren ist mein Gelber Segelseebader unerwartet verstorben. Nun habe ich Sorge, wenn ich ein neues Exemplar hinzusetze, dass mein Zebrasoma veliferum diesen hetzt. Soll ich eventuell zwei Gelbe Segelseebader gleichzeitig einsetzen, um die Attacken des Zebrasoma veliferum auf zwei Tiere zu verteilen?
Antwort:
Der Vorschlag, es mit zwei Exemplaren zu versuchen ist sicherlich gut, wenn das Aquarium die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt. Neben dem entsprechenden Schwimmraum müssen ausreichende Versteckmöglichkeiten vorhanden sein. Wichtig bei der Auswahl der beiden Zebrasoma flavescens ist, dass sie beide so klein als möglich sind, damit sich etwaigen Attacken seitens des Zebrasoma veliferum ausweichen können, in dem sie sich in Verstecke zurückziehen können, die für den Zebrasoma veliferum nicht erreichbar sind. Dieses Vorgehen ist auch dann zu praktizieren, wenn nur ein Gelber Segelseebader nachgesetzt wird. Wenn zwei Zebrasoma flavescens für das Aquarium nicht zu viel sind, ist es wichtig, dass die zu kaufenden Tiere unterschiedlicher Grösse sind, damit die Hierarchie eindeutig ist und nicht erst im Aquarium ausgefochten werden muss. Darauf achten, dass selbstverständlich der grössere der beiden Doktorfische immer noch kleiner ist als der Zebrasoma veliferum. Je kleiner die Exemplare sind, die nachgesetzt werden sollen, um so besser, da damit vermieden werden kann, dass der Zebrasoma veliferum die beiden als Konkurrenten in Nahrung und Raum ansieht.
Noch ein Satz zur Aquariengrösse. Wie gross dieses sein soll, vermag ich nicht zu sagen, da die Grösse abhängig ist vom Fischbesatz und von den Korallen die den Schwimmraum durch ihr Wachstum reduzieren. Gohr (2004) gibt ein Volumen von 400 Litern an.
Gohr (2004): Fische für das Riffaquarium. Dähne-Verlag, Ettlingen. 194 S.
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