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aqua geographia

No. 24

Inhaltsverzeichnis Seite 1 - 226

Aquatische Habitate in gemäßigten Zonen

Das Watt

Text & Fotos: Armin Maywald  S. 6-24

Die Schnittstelle zwischen Land und Meer erweckt in den meisten Menschen geistige Vorstellungen von Wellen, die über sandige Strände brechen oder gegen Felsenklippen schlagen. Aber stellenweise ist Land und Meer auch intimer miteinander verbunden; etwas durch Flachwassergebiete, Salzmarschen, Sandbänken und Schlickbereichen entlang Tieflandküsten und durch Gebiete wo Flüsse ins Meer münden. Das Wattenmeer, im Bereich der Nordseeküste von Dänemark, Deutschland und den Niederlanden, geschützt gegen die stürmische Nordsee durch eine Inselkette, ist ein riesiges und einzigartiges Beispiel für so einen Lebensraum. Viele Menschen vermeiden diese flachen, ungastlichen und vielfach auch gefährlichen Gebiete - aber für die Tierwelt, über und unter Wasser, sind sie geradezu ein Paradies.

Antarktis

Text: MNA, Genua, Franco Banfi Fotos: Franco Banfi, MNA, Genua, ag Archiv S. 154-181

Wie setzen sich die Eismassen zusammen? Was lebt darin? Wie ist die Biosphäre des 6. Kontinents gestaltet? Das ag-Team verschafft einen Einblick in diese und andere Fragen - in Zusammenarbeit mit dem Museo Nazionale dell´Antartide in Genua und auf der Grundlage seiner Veröffentlichungen in "The Antarctic Continent". Wir haben keine Mühen gescheut, Einzelheiten über die hoch interessante Entwicklung der Fische zu recherchieren - deren Ursprunbg im Süßwasser anzusiedeln ist. Sie leben zwar heute größtenteils im Brack- und Salzwasser, aber ironischerweise unter der größten Süßwasserreserve der Erde. Und sie haben sich an Bedingungen angepasst, die auf unserem Planet einmalig sind. Auch über die Süßwasserseen wird berichtet. Es folgt ein Blick auf die antarktische Vogelwelt, die Pinguine eingeschlossen. Und abschliessend wird über das berichtet, wovon sich praktisch alles ernährt - den Anfang der Nahrungskette (vom Plankton abgesehen): den Krill.

Abenteuer und Forschungsreisen

Nhamundá-Brasilien

Text & Fotos: Heiko Bleher S. 28-57

Nhamundá war ursprünglich der Name eines Indianerstammes (der ausgestorben ist) und nach ihnen nannte man auch den Fluss, an dem sie lebten. Der spanische Eroberer Francesco de Orellana - der als erster den Amazonas bereiste - erreichte die Mündung des Nhamundás um 1541 und fand in dem Indianerort nur Frauen vor (die Männer waren auf der Jagd), die sich zur Wehr setzten. Im Logbuch schrieb man, dass nha soviel wie Männer und mundá holen heißt und schloss daraus, dass es sich um Amazonen handelt (weshalb man 1555 auch den größten Strom der Erde diesen Namen gab....).

Three Hummock Island

Text: Heiko Bleher Fotos: Natasha Khardina & Heiko Bleher S. 98-127

Präkolumbien

Text & Fotos: Heiko Bleher Zeichnungen: Andrea Maturi S. 190-211

Wenn man an das präkolumbische Amerika denkt, denkt man gewöhnlich an die Vorgeschichte eines noch jungen Kontinents - an die sogenannte Neue Welt - und an die späte Besiedlung, die jeden Vergleich mit der Alten Welt unmöglich macht. Aber seit der Anwendung der Radiokarbon-Datierungsmethode verschob sich die Chronologie immer weiter in die Vergangenheit, bis sie mit der Alten Welt vergleichbar wurde. Inzwischen wissen viele, dass weder die Kunst Ägyptens, Griechenlands, Roms, Chinas oder Japans, nicht einmal die einen ganzen Subkontinent umfassende Kunst Indiens oder die über weite Gebiete verbreitete Kunst des Islam die Vielfalt und den Umfang der Präkolumbischen Kunst erreicht hat.

Mocambique - Die Vorschau

Text & Fotos: Heiko Bleher S. 212-225

Faszinierendes Mocambique: Flora und Fauna sind immer noch wenig bekannt. Auf einer 9.000 km langen Reise erforschte Heiko Bleher die Tier- und Pflanzenwelt; entdeckte Unterwasserfarne, viele Fischarten, Amphibien, Reptilien, Vögel, Elefanten, Nilpferde u.v.m. - und besuchte die Ureinwohner nach fast 30 Jahren Krieg. Auf 6 Doppelseiten werden hier die Schwerpunkte seiner Expedition mit Rand-Notizen präsentiert. Der vollständige Bericht folgt.......

Fisch-Geschichten

Blauer Heckel-Diskus

Text und Fotos: Hans-Georg Petersmann S. 58-63

Im Zusammenhang mit unserem Artikel Nhamundá erzählt uns der weltbekannte Fotograf, Autor und freie Mitarbeiter von ag, Hans Georg Petersmann seine Version von fast flächig Blauen Diskus von Rio Nhamundá. Und wie es dazu kam.

Portfolio

Portfolio

Text & Fotos: Heiko Bleher S. 92-

Grigorj aus Taschkent

Einmalige Natur

Meteoriten

Text: Stefano Mirone Fotos: Massimo Brega S. 66-80

Stammt unser Leben auf der Erde aus dem All? War der Mars belebt, lange bevor die allererste Lebensform auf unserem Planeten vor etwa 1,6 Milliarden Jahren entstand? Gibt es noch extraterrestrische Lebensformen? Die Antwort darauf kann bisher keiner mit Sicherheit geben. Aber dass es Leben auf dem Mars gegeben hat, ist länger bewiesen. Die neuesten  fantastischen Fotos der NASA zeigen deutlich, dass es Wasser, große und kleine Seen und Ströme, vor Urzeiten dort gab - die Grundlage für alles Lebende. Unsere Mitarbeiter recherchierten und haben möglicherweise eine Antwort auf uralte Fragen gefunden. Lesen Sie selbst - vielleicht ist der Hollywoodfilm " Der Rote Planet" der Wahrheit näher, als die Wissenschaft ahnt..........

Geheimnisvolle Welt unter Wasser

Schneckenzauber

Text: Kathrin Pläcking Fotos: Solvin Zank S. 81-84

Zarte Linien, bizaare Formen und wunderschöne Farben offenbaren Meeresschnecken dem geduldig Suchenden auf den Bahamas. Wer hätte soviel Anmut, soviel Fantasie bei Schalentieren vermutet? Eine Karibische Geschichte unter Wasser.

Bedrohte Kulturen und Regionen

Haitauchen in North Carolina

Text & Fotos: Wolfgang Pölzer S. 86-105

Kaum kehrt unser freier Mitarbeiter, Wolfgang Pölzer, mit spektakulären Aufnahmen des Sandtigerhaies aus North Carolina zurück, als gleich zwei fatale Hai-Attacken ganz in der Nähe wo er tauchte, die Welt erschüttern. Ein 10 jähriger wurde auf dem Surfbrett liegend angebissen - mit Sicherheit dachte der Hai es sei ein Seelöwe (siehe ag 11 mit ausführlichem Bericht über Haiangriffe) - und verblutete. Vor Avon ist ein Paar, im metertiefen Wasser laufend, angegriffen worden. Der Mann wurde schwer verletzt und starb an Herzstillstand, die Frau verlor eine Fuß und trug schlimme Hüftwunden davon. Diese Hiopsbotschaften gingen natürlich durch alle Medien und die amerikanischen Strände waren wieder einmal - wie bei Jaws - leergefegt. Der Hai wurde erneut zum menschenfressenden Ungeheuer abgestempelt. Nur das es seit 1957 vor North Carolinas Küste keinen fatalen Angriff mehr gab, davon redet niemand. Auch nicht, dass weltweit in 2000 zwar 79 Angriffe registriert wurden, aber nur 10 tödlich ausgingen.

Kulturelle Brücken am Amur

Text & Fotos: Graham Simmons S. 128-140

Di Ul´chi, Nanai und Nivkh sind drei der mehr als zwanzig Ureinwohnerstämme im russischen Fernen Osten. Jetzt, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, kehren sie zu ihrem ehemaligen Glauben und Lebensstil, sowie zu ihrer traditionellen wirtschaftlichen Grundlage von Jagd, Fischfang und Sammeln, zurück. Ein positiver Wandel in der Region, aber leider nicht in der Unterwasserlandschaft des Amurs, wo der Fischbestand stark gefährdet ist. Nur noch in den Nebenflüssen, wie dem Gorin, oder im Bolon-See können noch gute Bestände nachgewiesen werden. Der Amur beherbergte einst über 108 Arten, mehr als irgendein anderer russischer Fluss. Aber durch die katastrophale Verschmutzung unter den Sowjets und dem illegalen Fang sind die Fische auf ein Minimum reduziert.

Biologie

Seevögel II

Text: Eric Herbert Fotos: Eric Herbert & Alan C. Shears, u. ag-Archiv S. 146-112

Vögel die auf Meereswellen wandern? Mutter Careys Hühner? Röhrennasen? Man könnte Ihnen verzeihen wenn Sie jetzt meinen, dass solche Kreaturen nur in sehr entfernten Ecke der Erde leben. Jedoch in Wirklichkeit findet man sie bereits (zumindest zu einem Teil des Jahres) bereits auf den Klippen und Küsten der dem englischen Festland vorgelegenen Inseln. Ornithologe und Fotograf Eric Herbert gibt uns hier eine Einführung zu der am wenigsten bekannten Gruppe englischer Seevögel, den Sturmvögeln.

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