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aqua ,8(3)
Rangel, C. A. & J. L. Gasparini & Guimaraes, R. Z. P. (2004): A new species of combtooth blenny Scartella Jordan, 1886 (Teleostei:Blenniidae) from Trindade Island, Brazil. aqua 8(3), 89-96
Zusammenfassung:
Beschrieben wird eine neue Art zu Scartella von der Insel Trindade (20°30´S, 29°20´W), einer vulkanischen Formation, die rund 1160 km von der brasiliansichen Küste entfernt liegt. Die neue Art unterscheidet sich von den Verwandten im Atlantik durch die Kombination der folgenden Merkmale: Rumpf und Kopf mit kleinen schwarzen Flecken übersät; Zahl der Stacheln der geteilten Rückenflosse modal 16 und Zahl der Schwanzwirbel modal 23. Dies ist die fünfte Scartella-Art, die aus dem Atlantischen Ozean bekannt wurde.
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Lecchini, D. & Williams, J. T. (2004): Description of a new species of damselfish (Pomacentridae: Chromis) from Rapa Island, French Polynesia. aqua 8(3), 97-102
Zusammenfassung:
Beschrieben wird eine neue Art der Riffbarsche ("Schwalbenschwänze"), die kürzlich bei der Insel Rapa im Austral-Archipel (Franz. Polynesien) entdeckt wurde. Die Belege wurden während eines gemeinschaftlichen Meeresforschungsprojekts zur Biodiversität von Oktober bis Dezember 2002 gesammelt. Chroms planesi wird nach sechs Exemplaren mit einer Länge von 93,6 bis 101,8 mm SL beschrieben, die am äußeren Riffhang in der Tiefe von 50 bis 54 m gefangen wurden. Die neue Art unterscheidet sich von den meisten bisher beschriebenen Chromis-Arten durch die Kombination folgender Merkmale: XIV, 12-13 Rückenflossenstrahlen; II, 12-13 Afterflossenstrahlen; 20 Brustflossenstrahlen; 17 Seitenlinienschuppen mit Röhrchen; 27-30 Kiemenblättchenreihen insgesamt; schwarzer Brustflossenansatz; augengroßer bläulich weißer Fleck (der nach dem Tod rasch dunkler und damit undeutlicher wird) auf dem Rumpf an der Basis der hinteren 6-8 Abschnitte der aufgeteilten Rückenflosse. Nur vier Chromis-Arten (C. fumea, C. notata, C. verater, C. struhsakeri) überschneiden sich bei den genannten Zahlen und zeigen den schwarzen Fleck am Brustflossenansatz und den dorsoposterioren weißen Fleck auf dem Rumpf, wie es für C. planesi beschrieben wurde. Durch die Färbung aber ist C. planesi von den anderen vier Arten gut unterscheidbar: gelblicher Körper mit neun Streifen, die jeweils aus einer Reihe kleiner, blauer Flecken bestehen und sich von der Kiemenöffnung bis zur Schwanzflossenbasis erstrecken; gelbe Brust- und Schwanzflossen sowie dunkelbraune bis schwarze Bauch- und Afterflossen. Unter den Chromis-Arten mit 14 Rückenflossenstacheln ähnelt das Farbmuster von C. planesi am ehestem dem von C. meridiana und C. struhsakeri. Bei C. meridiana fehlen die blauen Streifen auf dem Rumpf, und die Tiere dieser Art haben einen schlankeren Körper (Körpertiefe = BD, body depth 2,1-2,3 SL im Vergleich zu 1,9-2,1 BD in SL bei C. planesi). Chromis struhsakeri unterscheidet sich durch fehlende blaue Streifen, fehlende gelbe Flossen und einen weißen Fleck, der sich nach vorne vom Schwanzstiel nur bis zur Basis der letzten Rückenflossen-Segmente erstreckt, sowie durch einen tieferen Körper (BD 1,8 - 1,9 SL). Die neue, gut unterscheidbare Art kennt man bisher nur von sieben Exemplaren, die über dem tief gelegenen äußeren Riff der Rapa-Insel gesammelt worden waren, wobei ein Exemplar für die genetische Untersuchung zur Verfügung gestellt werden musste.
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Costa, W. J. E. M. (2004): Rivulus simplicis n. sp. (Cyprinodontiformes: Rivulidae): a new killifish for mthe coastal plains of south-eastern Brazil. aqua 8(3), 103-108
Zusammenfassung:
Die neue Art Rivulus simplicis wurde aus einem kleinen, isolierten Gebiet der Küstenebenen SO-Brasiliens beschrieben. Sie gehört zur R.-santensis-Artengruppe, die außerdem R. depressus, R. haraldsiolii, R. janeiroensis, R. luelingi, R. nudiventris und R. santanensis umfasst und deren Unterscheidungsmerkmal unter den Rivuliden ein gebogener Ventralfortsatz des Angulo-Articular-Knochens ist. Rivulus simplicis unterscheidet sich von den anderen Arten der Gruppe durch ein deutliches Farbmuster auf den Flanken und der Schwanzflosse bei den Männchen und durch eine Reihe von Körpermerkmalen wie eine hohe Zahl von Flossenstrahlen in der Schwanzflosse und eine weiter vorne liegende Rückenflosse.
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Orlov, A. M. (2004): Migrations of various fish species between Asian and American waters in the North Pacific Ocean. aqua 8(3), 109-124
Zusammenfassung:
Bisher galt der Rand des Festlandsockels im Beringmeer als der einzige Weg, auf dem amerikanische Fische oder ihre pelagischen Eier oder Larven asiatische Küsten erreichen können. Zu den betreffenden Arten zählen der Pazifische Heilbutt Hippoglossus stenolepis, der Nördliche Felsenfisch Sebastes borealis, die Pfeilzahnflunder Atherestes stomias, die Amerikanische Scholle Glyptocephalus zachirus und der Kohlenfisch Anoplopoma fimbria. Nach neueren Forschungen aber findet ein Austausch zwischen asiatischen und amerikanischen Fischbeständen auch über die Kurilen- und Aleuteninseln statt. Durch neuere Klimaveränderungen haben einige Fischarten ihr Vorkommen von den Aleuten zu den Kurilen und bis hin zur südöstlichen Kamtschatkahalbinsel ausgedehnt (Vielstachliger Felsenfisch Sebastes polyspinis, Bewimperter Felsenfisch Sebastes ciliatus, Pfeilzahnflunder, Amerikanische Scholle). Einige früher von den Aleuten beschriebene Arten gelten neuerdings als häufig oder verbreitet in pazifischen Gewässern um die Kurileninseln. Dazu zählen: der Schneckenfisch Careproctus zachirus, der Drachenkopf (Irische Lord) Hemilepidotus zapus, sowie die Drachenköpfe Archaulus biseriatus, Thyriscus anoplus und Rastrinus scutiger. In aleutischen Gewässern sind diese Arten sehr selten und meist nur durch kleine, nicht voll entwickelte Exemplare vertreten, während bei den Kurilen erwachsene Exemplare sehr häufig sind. Es wird die Auffassung vertreten, dass pelagische Eier oder Larven der genannten Arten vom Wasser der westpazifischen Strömungen von den Kurilen zu den Aleuten mitgeführt werden.
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Costa, W. J. E. M. & Nielsen, D. T. B. (2004): Simpsonichthys carlettoi (Cyprinodontiformes: Rivulidae) a new annual fish from the Rio Sao Francisco basin, north-eastern Brazil. aqua 8(3), 125-130
Zusammenfassung:
Beschrieben wird Simpsonichthys carlettoi, ein Jahresfisch, der in den oberen Flussebenen des Rio das Ras, im mittleren Rio-Sao-Francisco-Becken gesammelt wurde. Er scheint S. magnificus und S. picturatus, nahe verwandt, weil bei allen drei Arten die unpaaren und Brustflossen bei den Männchen dasselbe abgeleitete Farbmuster besitzen. Die neue Art unterscheidet sich dadurch, dass die Rücken- und Afterflossen bei den Männchen zugespitzt sind und bei den unpaaren Flossen der schwarze distale Rand fehlt.
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Bearez, P. & J.-T. Bujard, M.-C. Teran & Campoverde, R. (2004): First record of two rocky reef fishes from mainland Ecuador: Halichoeres chierchiae (Labridae) and Ostracion meleagris (Ostraciidae). aqua 8(3), 131-134
Zusammenfassung:
Die zwei Riff-Fischarten wurden zum ersten Mal für Ekuador nachgewiesen. Beide wurden über Felsgrund, der mit Gorgonenhäuptern bedeckt war, vor der zentralen bis südlichen Küste Ekuadors gefangen. Die bisher bekannte südliche Verbreitungsgrenze lag auf der Höhe von Kolumbien und den Galapagos-Inseln im Falle von Halichoeres chierchiae und bei Panama und den Galapagos-Inseln im Falle von Ostracion meleagris. Fragen der Herkunft werden diskutiert.
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Randall, J. E. & Allen, G. R. (2004): Gomphosus varius x Thalassoma lunare, a hybrid labrid fish from Australia. aqua 8(3), 135-139
Zusammenfassung:
Ein ungewöhnliches Lippfisch-Exemplar, das bei der Cassini-Insel in Westaustralien fotografiert und gesammelt wurde, konnte als Hybride Gomphosus varius x Thalassoma lunare bestimmt werden. Ein zweites Exemplar derselben Kreuzung wurde im Great Barrier Reef festgestellt (nicht fotografiert oder gesammelt), außerdem konnte ein Exemplar aus Gomphosus varius x Thalassoma duperrey vor Hawaii beobachtet werden (ebenfalls weder fotografiert noch gesammelt).
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[Inhalt 8(3)]
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