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Bezugspreis für aqua 4 Ausgaben: 75,00

aqua ,17(1)

Castro, J. I. (2011): Resurrection of the name Carcharhinus cerdale, a species different from Carcharhinus porosus. aqua 17(1), 1-10

Zusammenfassung:

Der Atlantische Zwerghai Carcharhinus porosus, 1840, ist ein kleiner Hai, der den westlichen Nordatlantik vom Golf von Mexiko bis Brasilien bewohnt. Carcharhinus cerdale, Gilbert in Jordan und Evermann, 1898, ist ebenfalls ein Zwerghai, der den Ostpazifik vom Golf von Kalifornien bis zum Wendekreis bewohnt. Durch eine Reihe von Fehlurteilen wurden diese beiden allopatrischen Arten als Synonyme eingestuft. Meek & Hildebrand (1923) begingen wahrscheinlich den ersten Fehler, als sie Exemplare vom Markt in Colon, Panama, falsch bestimmten oder deren Herkunft falsch einschätzten und den Schluss zogen, C. cerdale würde auf beiden Seiten der Landenge von Panama vorkommen. Meek & Hildebrand haben aber C. cerdale gar nicht mit C. porosus verglichen und haben auch keine Synonymisierung der beiden Arten vorgeschlagen. Den zweiten Fehler machten wahrscheinlich Bigelow & Schroeder (1948), als sie behaupteten, Meek & Hildebrand hätten C. cerdale als synonym von C. porosus eingestuft. Über 60 Jahre galt die Veröffentlichung von Bigelo und Schroeder als so massgeblich, dass die Synonymisierung gar nicht in Frage gestellt wurde, obwohl Kato et al. (1967) bemerkt hatten, dass C. cerdale sich vom atlantischen C. porosus unterscheidet. Der Name Carcharhinus cerdale Gilbert in Jordan & Evermann, 1898, wird hier für die pazifische Art wiederbelebt..


Bejarano-Alvarez, M. & F. Galvan-Magana & Ochoa-Baez, R. I. (2011): Reproductive biology of the scalloped hammerhead shark Sphyrna lewini (Chondrichthyes: Sphyrnidae) off south-west Mexico. aqua 17(1), 11-22

Zusammenfassung:

Der Bogenstirn-Hammerhai Sphyrna lewini ist die wichtigste Art der handwerklichen Haifischerei im Golf von Tehuantepec, Mexiko. Es gibt praktisch keine Kenntnisse über die Fortpflanzungsbiologie dieser Art in dem Gebiet, obwohl sie weltweit vom IUCN zu den gefährdeten Arten gezählt wird. Untersuchungen über die Grundlinien der Fortpflanzungsbiologie dieses Hais könnten wichtige Fakten für Pläne zum Schutz und zur Bestandsregulierung dieser Art in Mexiko liefern. Von September 2004 bis Juni 2006 wurden Belege von 991 Bogenstirn-Hammerhaien gesammelt (342 Weibchen, 649 Männchen), sowohl von jungen Tieren (45 bis 160 cm Gesamtlänge =. TL) als auch von erwachsenen (170 bis 288 cm TL). Das Geschlechterverhältnis war l : 2 Weibchen zu Männchen. Der Bogenstirn-Hammerhai war in dem Forschungsgebiet das ganze Jahr über anwesend; in der Zeit der trächtigen Weibchen, von Mai bis Juli, war die Fangquote am höchsten. Die Weibchen erreichten die Geschlechtsreife ab einer Grösse von 220 cm TL, beurteilt nach Merkmalen und Messungen der Geschlechtsorgane. Durch histologische Analysen liess sich feststellen, dass die Hoden der Männchen vom diametrischen Typus sind und Samenblasen zusammengesetzte Spermatozeugmen halten; die Geschlechtsreife wird mit 180 cm TL erreicht. Wir registrierten 40 trächtige Weibchen mit 14 bis 40 Embryonen pro Weibchen. Die Geburten ereigneten sich im Juli und August, bei einer Grösse der Embryos von bis 51 cm TL. Die gleichzeitige Anwesenheit von frisch Geborenen, Jungtieren und trächtigen Weibchen mit Embryos im fortgeschrittenen Stadium spricht dafür, dass Küstengewässer vor Oaxaca als Kinderstube für Bogenstirn-Hammerhaie eine wesentliche Bedeutung haben.



Clark, E. & Randall, J. E. (2011): Cephaloscyllium stevensi: a new species of swellshark (Carcharhiniformes: Scyliorhinidae) from Papua New Guinea. aqua 17(1), 23-34

Zusammenfassung:

Cephaloscyllium stevensi n. sp. wird anhand von fünf erwachsenen Exemplaren (445-660 mm TL) beschrieben, die mit einer Nautilus-Falle 240 bis 274 m vor der Ostküste Papua-Neuguineas gefangen wurden. Diese neue Art unterscheidet sich von einer ähnlichen Art innerhalb der Gattung: C. speccum Last, Seret & White, die vor NW-Australien lebt, durch ihre Färbung: graubraun auf der Oberseite, ein hellerer Farbton auf der Unterseite. Der ganze Körper ist mit braunen und weisslichen Flecken unterschiedlicher Grösse übersät; auf Kopf und Rumpf gibt es oben sechs grosse dunkelbraune Sattelflecken sowie drei weitere auf der Schwanzflosse; die vier vorderen Rückenflecken verbinden sich mit weiteren dunklen Flecken auf der Unterseite oder leiten in schräger Richtung dazu über; die kleinen weissen Flecken sind bei Männchen grösser als bei Weibchen und innerhalb der dunkelbraunen Flecken oder an ihren Rändern am deutlichsten erkennbar. Die dichte Fleckung in brauner und weisser Farbe auf der Unterseite von Kopf und Rumpf ist offenbar auf diese Art beschränkt. Ein geschlechtsreifes Weibchen (660 mm TL) besass 16 grosse gelbe Eizellen (8-21 mm im Durchmesser). Bei den Klammerorganen der männlichen Vertreter der beiden Paratypen war die körpernahe Hälfte als geschlossene Röhre gestaltet, wie es von zwei anderen benthischen Haien der Gattungen Ginglymostoma und Halaelurus ebenfalls beschrieben wurde.


Allen, G. R. & M. V. Erdmann & Hiloman V. V. (2011): A new species of damselfish (Pomacentrus: Pomacentridae)from Brunei and the Philippines. aqua 17(1), 35-42

Zusammenfassung:

Pomacentrus cheraphilus n. sp. wird anhand von 19 Exemplaren mit 48,7 bis 61,0 mm SL beschrieben, die bei Brunei und Nord-Palawan, Philippinen, gesammelt wurden. Von den sehr ähnlichen Arten des westlichen Pazifiks unterscheidet sich die neue Art durch eine Kombination von bestimmten Merkmalen - dazu gehören: XIII Rückenflossenstacheln, 13-14 weiche Rückenflossenstrahlen, 13-15 weiche Afterflossenstrahlen, 17-18  Brustflossenstrahlen,  17-19 röhrenförmige Seitenlinien-Schuppen,   19-21   vollständige Kiemenreusen auf dem ersten Kiemenbogen, eine gelbe Jugendphase mit blauen Streifen auf dem Kopf oben und dem sich anschliessenden vorderen Rückenteil des Rumpfes sowie ein  Erwachsenenstadium  mit einer hellgrauen  bis dunkel gräulich braunen Grundfarbe und einem dunkel umrandeten grünlichen Fleck genau unterhalb des Beginns der Seitenlinie. Die neue Art bewohnt schluffige Riffe um Korallen- und Felserhebungen herum in einer Tiefe von 10 bis 18 Metern.


Ivantsoff, W. & Allen, G. R. (2011): A new species and genus of a large and unusual freshwater hardyhead, Sashatherina giganteus (Pisces: Atherinidae) from West Papua, Indonesia and a comparison with its closest relatives of die genus Craterocephalus.  aqua 17(1), 43-57

Zusammenfassung:

Seit ein paar Jahrzehnten ist es möglich, im westlichen Neuguinea zu sammeln, das jetzt als indonesische Provinz den Namen West-Papua hat. Heiko Bleher und der zweite Autor haben dort zu verschiedenen Zeiten gesammelt und neben anderen Arten einige ungewöhnliche Exemplare eines grossen Hartköpfchens vom Lakamora-See mitgebracht (Teil des Triton-Seenkomplexes, und der See wird manchmal auch Lake Laamora genannt: 30°41'S 134°17'O). Das grösste Exemplar der inzwischen mit Sashatherina giganteus n. gen. n. sp. bezeichneten Ährenfische mass 180 mm TL (Gesamtlänge), was die grössten bekannten Altwelt-Arten (Atherinomorus-Spezies) weit übertrifft, und unbestätigten Berichten nach können Vertreter der neuen Art sogar 350 mm TL erreichen. Dieses „Riesen"-Hartköpfchen ist auch nach einigen anderen Merkmalen einzigartig: Es hat sehr zahlreiche kleine Schuppen mit einem Maximum in der Mittellinie der Seiten, wo es 60 sind, und bis zu 17 Querreihen. Normalerweise gibt es eine hohe Korrelation zwischen der Schuppenzahl auf der Seiten-Mittellinie und der Zahl der Wirbel, aber das ist bei dieser Art anders. Alle Schuppen sind fein gezähnt, ebenfalls ein einzigartiges Merkmal in dieser neuen Gattung. Der Unterkiefer ist sehr markant und ragt über den Vorderrand des Prämaxillare hinaus. Auch die Form des Schultergürtels unterscheidet sich von der bei anderen Arten. Das Auge ist bei dieser neuen Art ziemlich klein. Nach osteologischen Merkmalen ist Sashatherina giganteus n. gen. n. sp. der Gattung Craterocephalus nahe verwandt. Diese Gattung ist in Neuguinea mit 6 Arten vertreten und in Australien mit 18 Arten und 1 Unterart, und zwar in Süsswasser, Flussmündungen und Meerwasser. Eine der Arten, C. laisapi, findet sich auch in Osttimor. Sashatherina n. gen. ist nach gegenwärtiger Kenntnis monotypisch und nach den beschriebenen Merkmalen gut unterscheidbar.

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