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aqua ,15(4)
Randall, J. E. & Schultz, J. K. (2009): Pictichromis dinar, a new dottyback (Perciformes: Pseudochromidae) from Indonesia. aqua 15(4), 169-176
Zusammenfassung:
Eine neue Zwergbarsch-Art, Pictichromis dinar, wird auf der Grundlage von fünf Exemplaren von der Westseite des Tomini-Golfs, Sulawesi, Indonesien, beschrieben, wo sie an einem Steilhang in 15 bis 25 m Tiefe lebten. Sie sind vorne leuchtend purpurfarben und im hinteren Bereich ohne Übergang leuchtend gelb (Lebendfärbung). Damit ähneln sie stark P. paccagnellae (Verbreitung von Bali und Sulawesi bis Vanuatu) sowie P. coralensis (von Queensland bis Neukaledonien). Die Grenze zwischen Purpur und Gelb liegt bei P. dinar mehr vorne und ist stärker abgeschrägt. Die Schwanzflosse variiert bei P. paccagnellae und P. coralensis von einer leicht rundlichen bis leicht eingebuchteten Form, während sie bei P. dinar deutlich eingebuchtet ist, der Konkavitätsgrad beträgt 9,9 bis 11,2 Prozent der Standardlänge (SL). Außerdem besitzt P. dinar im Durchschnitt ein Kiemenblättchen mehr. Bei 30 Exemplaren von Pictichromis dinar und 28 von Pictichromis paccagnellae wurden 628 Basenpaare des mitochondrialen Cvtochrom-c-Oxidase-I-Gens untersucht. Die beiden Arten haben keine Haplotypen gemeinsam; die innerartliche Divergenz der Sequenzen ist um eine Größenordnung niedriger (d = 0,003) als die zwischenartliche (d = 0,06). Dies ist mit der Isolierung bei der Fortpflanzung und der Zuerkennung des Art-Status' vereinbar.
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Randall, J. E. (2009): A review of the gobiid fishes of Easter Island, with description of a new species . aqua 15(4), 177-190
Zusammenfassung:
Nur 129 Fischarten kennt man um die Osterinseln von der Küste bis zu einer Tiefe von 200 m. Davon zählen sechs zu den Gobiiden: Gnatholepis pascuensis, die ursprünglich als neue Unterart zu G. cauerensis aufgefasst wurde und jetzt Artenrang bekommt; Kelloggella disalvoi, eine neue Art aus Gezeitentümpeln, die bisher der hawaiianischen Art Kelloggella oligolepis zugerechnet wurde; die endemische Pascua caudilinea, eine verbreitete Art von Gezeitentümpeln bis hin zu einer Tiefe von mindestens 40 m, die nie beim Tauchen gesichtet wurde; Priolepis psygomophilia, ebenfalls kaum zu entdecken, mit einer ähnlichen, für Grundeln ungewöhnlichen Bandbreite der Tiefenverbreitung, die nach zwei kleinen Exemplaren von den Kermadec-Inseln beschrieben wurde und zu derselben Art gerechnet wird, die man von der Insel Rapa und den Osterinseln kennt; Priolepis squamogena mit einer auffälligen Zeichnung aus braunen Streifen mit dunklen Rändern, beschrieben von Französisch Polynesien und den Line-Inseln, hier als Erstnachweis für die Osterinseln anhand von zwei jungen Exemplaren; sowie Trimma unisquamis, eine weit verbreitete Art der' Inseln, vertreten durch 25 Exemplare aus 16,5 bis 40 m Tiefe. Abschliessend wird für die Grundel-Arten der' Osterinseln ein Bestimmungsschlüssel vorgestellt.
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Bakhoum, S. A. (2009): Biometric characteristics and some biological features of natural hybrids between Nile tilapia Oreochromis niloticus and blue tilapia Oreochromis aureus in Lake Edku, Egypt . aqua 15(4), 191-204
Zusammenfassung:
Oreochromis niloticus, 0. aureus und Exemplare mit einem dazwischen liegenden äusseren Erscheinungsbild wurden im Edku-See gefangen, um Einzelheiten über die möglichen Hybriden zu erfahren. Nach Hybridindex, grundsätzlichen Merkmalanalvsen, Diskriminanzanalysen und Mann-Whitney-U-Tests konnten die Hybridnatur der betreffenden Exemplare bestätigt und biometrische Kriterien erarbeitet werden, mit denen sich verschiedene Kreuzungstypen von den Vertretern der Herkunftsarten unterscheiden lassen. Die hybriden Exemplare machten rund 28 % des gesamten Fangs im Edku-See aus. Bei den Hybriden ist der Anteil der Männchen höher als der der Weibchen. Die Hybriden werden bei geringerer Grösse geschlechtsreif und ihre Fortpflanzungsaktivitäten sind schwächer als bei den Herkunftsarten. Ausserdem ist die Sterblichkeitsrate bei den Hybriden höher .
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Castro, J. I. (2009): Observations on the reproductive cycles of some viviparous North American sharks . aqua 15(4), 205-222
Zusammenfassung:
Der Fortpflanzungszyklus der Haie definiert sich durch den Fortpflanzungsrhythmus und besteht aus zwei Abschnitten: der Vitellogenese (Dottereinlagerung) und der Trächtigkeit. Die beiden Phasen können parallel Iaufen oder aufeinander folgen, und die Dauer jeder Phase ist variabel. Zusammen bestimmen die beiden Abschnitte der Vitellogenese und der Trächtigkeit die Länge des Fortpflanzungszyklus’. Die Gattungen Rhizoprionodon, Mustelus und teilweise Sphyrna haben einen einjährigen Fortpflanzungszyklus mit gleichzeitiger Vitellogenese und Trächtigkeit und folglich einmal im Jahr Nachwuchs. Die Weibchen von Carcharias taurus haben offenbar einen zweijährigen Zyklus mit diskontinuierlicher Ovulation. Bei Alopias spp. ist der Zyklus einjährig bei zeitgleicher Vitellogenese und Trächtigkeit sowie kontinuierlicher Ovulation. Squalus acanthias zeigt den dornhai-typischen zweijährigen Fortpflanzungszyklus mit parallel laufender Vitellogenese und Trächtigkeit. Die Haie der Gattungen Carcharhinus, Sphyrna (teilweise) und Ginglymostoma bekommen alle zwei Jahre Nachwuchs, Dottereinlagerung und Trächtigkeit folgen aufeinander. Bei Galeocerdo cuvier im West-Atlantik dauert die Trächtigkeit 12 Monate, der Zyklus insgesamt dürfte zweijährig sein. Carcharhinus obscurus hat eine 18-monatige Trächtigkeitsphase und wahrscheinlich einen dreijährigen Fortpflanzungszyklus. Der zweijährige Zyklus mit den verschiedenen Varianten kommt also bei Haien unterschiedlicher stammesgeschichtlicher Herkunft vor, so bei Angehörigen von Carcharhinus, Squalus und Orectolobus, er spiegelt die physiologischen Vorgänge wider, die Iängere Zeit brauchen, um genügend Energie für die Produktion von Nachwuchs aufzubauen. .
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Krupp, F. & U. Zajonz & Khalaf, M. A. (2009): A new species of the deepwater cardinalfish genus Epigonus (Perciformes: Epigonidae) from the Gulf of Aqaba, Red Sea. aqua 15(4), 223-227
Zusammenfassung:
Ein neuer Tiefenwasser-Kardinalfisch, Epigonus marisrubri, wird anhand von zwei Exemplaren (134 mm und 130 mm SL) beschrieben. Die Typen wurden in Jordanien am nördlichen Zipfel des Golfes von Aqaba, Rotes Meer, gesammelt. Die neue Art unterscheidet sich von allen anderen Arten der Gattung Epigonus durch folgende Merkmalskombination: VII + I,10 Rückenflossenstrahlen; II,9 Afterflossenstrahlen; 48 oder 49 perforierte Schuppen in der Seitenlinie; 29 oder 30 Kiemenreusen; 10 Pylorusanhänge; zwei Pterygiophoren zwischen den Neuralfortsätzen 9 und 10; Brustflossen lang, die Höhe des Ansatzes der 2. Rückenflosse erreichend; Zunge mit einem Band von Zähnen auf dem Glossohyale; Kiemendeckel mit einem kurzen, schwach verknöcherten Stachel und 1-2 kleinen Dornfortsätzen; Otolith (Sagitta) oval, langgestreckt mit glatten Rändern; Sulcus und Cristae schwach entwickelt. Dies ist der erste Nachweis der Familie Epigonidae aus dem Roten Meer.
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