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Bezugspreis für aqua 4 Ausgaben: 75,00

aqua ,15(3)

Allen, G. R. & Erdmann, M. V. (2009): Two new species of damselfishes (Pomacentridae: Chromis) from Indonesia. aqua 15(3), 121-134

Zusammenfassung:

Zwei neue Riffbarscharten der Gattung Chromis aus dem Meer um Indonesien werden beschrieben. Chromis albicauda wird auf der Grundlage von neun Exemplaren mit 79,6-133,7 mm SL gekennzeichnet, die bei Nusa Penida an der Ostküste Balis gefangen wurden. Die neue Art ähnelt C. analis, der im Westpazifik weit verbreitet ist. Beide Arten zeigen eine ähnliche gelbe Farbgebung, doch unterscheidet sich C. albicauda durch seine deutlich abgesetzte weiße Schwanzflosse, während bei C. analis auch die Schwanzflosse gelb gefärbt ist. Die neue Art unterscheidet sich außerdem durch eine dichtere Beschuppung des präorbitalen und suborbitalen Randes, wodurch diese Bereiche dunkler wirken. Weitere Unterscheidungsmerkmale sind ein schwarzer Fleck über der Analöffnung, die größere Körperlänge und die längeren Rückenstacheln. Die zweite Art, Chromis unipa, wird anhand von fünf Exemplaren mit 42,8-50,4 mm SL beschrieben, die in 45-60 m Tiefe in der Cenderawasih-Bucht, West-Papua, Indonesien, gefangen wurden. Zu den Bestimmungsmerkmalen zählen: XIV, 11 Rückenflossenstrahlen; 11, 11 Afterflossenstrahlen, 18 Brustflossenstrahlen; drei stachelförmige Schwanzflossenstrahlen; 14-17 röhrenförmige Schuppen auf der Seitenlinie; eine Körpertiefe von 2,0-2,2 mm SL; sowie ein gut unterscheidbares Farbmuster mit abwechselnd blaugrauen und messingartig gelben Streifen an der Rumpfseite sowie blaugrauer Tönung bauchwärts an Kopf und Rumpf sowie bläulichen Flossen, abgesehen von einem braunen basalen Anteil der Schwanzflosse und einem deutlichen schwarzen Fleck auf der Afterflosse. C. unipa zählt zu einer Gruppe tief lebender Chromis-Arten mit 14 Rückenstacheln und ähnelt am meisten C. degruyi, der aus 85 bis 120 m Tiefe von den Carolineninseln bekannt ist. Obwohl beide Arten eine ähnliche Zahl von Brustflossenstrahlen, röhrenförmigen Seitenlinien-Schuppen und Kiemenblättchen aufweisen, unterscheiden sie sich im Hinblick auf die Modalzahlen der weichen Rückenflossen- und Analflossenstrahlen, die Körpertiefe und die Schnauzenlänge. Außerdem sind die Farbmuster deutlich verschieden.


Allen, G. R. & Erdmann, M. V. (2009): Heteroconger mercyae, a new species of garden eel (Congridae: Heterocongrinae) from West Papua, Indonesia. aqua 15(3), 135-142

Zusammenfassung:

Beschrieben wird eine neue Art der Röhrenaale (Unterfamilie Heterocongrinae) von West-Papua, Indonesien, auf der Grundlage von 13 Exemplaren mit 106,3-678,1 mm TL. Sie unterscheidet sich von anderen Angehörigen der Gattung durch die unverkennbare Farbgebung: schwarz-weiße Zebrastreifen am Kopf, die übergehen in ein komplexes Netzmuster auf dem Rumpf, sowie durch eine Kombination weiterer Merkmale:   u.a. Ansatz der Rückenflosse vor der Kiemenöffnung, vorhandene Pterygoidzähne, Körpertiefe an der Kiemenöffnung 28,8-35>2 Prozent der Kopflänge, 62-71 (Mittel 65) präanale Wirbel, Gesamtzahl der Wirbel 204213 (Mittel 207,4), 63-69 (Mittel 65,7) präanale Seitenlinien-Poren. Angefügt ist ein Bestimmungsschlüssel für die indo-westpazifischen Arten der Gattung Heteroconger.



Valdesalici, S. & M. Bellemans & K. Kardashev & Golubtsov, A. (2009): Nothobranchius nubaensis (Cyprinodontiformes: Nothobranchiidae) a new annual killifish from Sudan and Ethiopia.  aqua 15(3), 143-152

Zusammenfassung:

Eine neue Art der einjährigen Killifische: Nothobranchius nubaensi, wird auf der Basis von Exemplaren beschrieben, die in kurzzeitigen Wasserlöchern im Zentralsudan und in SW-Äthiopien gesammelt wurden. Sie unterscheidet sich von anderen Angehörigen der Nothobranchius-ugandensis-Artengruppe durch die folgende Merkmale: 17-19 Rückenflossenstrahlen; 17-19 Afterflossenstrahlen; 29-30 Schuppen in median-lateralen Reihen; die dorsalen und analen Flossen bei Männchen mit kurzen fadenförmigen Flossenstrahlen; Bauchflossen kurz, die Spitzen reichen bis zum After; orangeroter Kopf mit drei deutlichen schrägen Streifen auf dem Kiemendeckel; Rückenflosse hellblau mit einem unregelmäßigen Muster orangeroter Flecken und länglichen gelben Flecken im distalen Bereich; Afterflosse gelb, hellblau am Grund, mit einem Muster orangeroter Flecken; Brustflossen gelb mit einem Muster orangeroter Flecken; Brustflossen orangerot mit hellblauem Rand; Schwanzflosse orangerot mit kurzen blassen oder dunkelroten Linien, die sich von der Flossenbasis bis zu den Flossenstrahlen erstrecken.


Lima, F. C. T. & Sousa, L. M. (2009): A new species of Hemigrammus from the upper rio Negro basin, Brazil, with comments on the presence and arrangement of anal-fin hooks in Hemigrammus and related genera (Ostariophysi: Characiformes: Characidae). aqua 15(3), 153-168

Zusammenfassung:

Beschrieben wird eine neue Hemigrammus-Art vom Tiquie-Fluss, einem Nebenfluss des Uaupes im oberen Rio-Negro-Einzugsgebiet, Amazonas, Brasilien. Die neue Art lässt sich leicht von allen anderen Angehörigen der Gattung unterscheiden: Bei lebenden Exemplaren zeigt sich ein orangefarbener Fleck zwischen den beiden dunklen Schulterflecken, direkt vor und etwas über dem hinteren, dunkleren zweiten Humeralfleck. Außerdem unterscheidet sich die neue Art von allen anderen in der Gattung - außer H. haraldi, H. luelingi, H. neptunus, H. ocellifer, H. pretoensis und H. pulcher - durch das Vorhandensein von zwei Schulterflecken. Ein Unterscheidungsmerkmal von all den Arten ist das Fehlen eines Schwanzflecks (bei den anderen befindet sich ein Fleck auf dem Schwanzstiel). Vorgeschlagen wird die Annahme einer monophyletischen Gruppe innerhalb der Gattung Hemigrammus wozu außer der neuen Art Hemigrammus ocellifer, H. neptunus, H. guyanertsis, H. luelingi, H. pulcher und H. haraldi zu zählen wären; Merkmale für die Einordnung wären die Gestaltung der Haken an der Afterflosse bei den geschlechtsreifen Männchen sowie einige Besonderheiten im Farbmuster. Diskutiert werden abschließend Vorhandensein und Gestaltung der Flossenhaken bei Hemigrammus und den verwandten Gattungen Parapristella und Petitella auf der Grundlage einer genauen Untersuchung von Exemplaren dieser Gattungen. Der enge Zusammenhang zwischen Analflossenhaken und dem dichten Gewebe mit wahrscheinlich sekretorischen Aufgaben, wie er bei allen Arten der Gattungen Hemigrammus, Parapristella, Petitella und Hyphessobrycon anzutreffen ist, wird in einer Arbeitshypothese als Mechanismus erklärt, der das Aufreißen von Zellen erleichtert, wodurch Sekretionen der Zelle ermöglicht werden.

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