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Bezugspreis für aqua 4 Ausgaben: 75,00 €
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aqua ,15(1)
Goren, M. (2009): Saving critically endangered fish species - utopia or a practical idea? The story of the Yarqon bleak - Acanthobrama telavivensis (Cyprinidae) as a test case. aqua 15(1), 1-12
Zusammenfassung:
Sechzehn Prozent der heimischen israelischen Süßwasserfische sind ausgestorben, 19% unmittelbar bedroht. In anderen ariden und semi-ariden Ländern ist es ähnlich. Sind alle bedrohten Arten zur Ausrottung verurteilt? Wie die Wiederherstellung der freilebenden Populationen des "Yarqon-Karpfens" (Yarcon bleak) zeigt, gibt es eine Alternative. Dieser Fisch, ein Cyprinide, der in den mediterranen Flüssen Israels endemisch vorkommt, war nach der Zeit extremer Trockenheit 1998-1999 fast ausgestorben. Wenige Tage vor der Austrocknung der Fließgewässer wurden etwa 150 Fische in das Ichthyologische Labor der Universität Tel Aviv gebracht. Sie wurden in einem Zuchtbecken mit großer Sorgfalt behandelt und gehalten. Innerhalb von fünf Jahren war es uns gelungen, 14.000 Fische aufzuziehen. Die ersten Versuche 2002 und 2003, Fische wieder in den Yarqon-Fluss auszuwildern, misslangen - die erwachsenen Tiere produzierten keinen Nachwuchs. Nach experimentellen Ergebnissen brauchen die Fische geeignete Laichorte und Schutz für die Jungen. 2006 wurden mehrere Stellen im Gewässer entsprechend den Erkenntnissen gestaltet und mit im Labor geborenen Exemplaren besetzt. In den Jahren 2007 und 2008 konnten dann an acht von elf untersuchten Plätzen junge "Yarqon-Karpfen" der verschiedensten Größe gefunden werden. Der Erfolg mit dieser Art belegt, dass es möglich ist, gefährdete Fischarten zu retten. Dazu sind aber zwei Voraussetzungen erforderlich: 1) die öffentliche Aufmerksamkeit muss geweckt werden; und 2) muss professionell vorgegangen werden, was vor allem heißt: gezielte Forschungsarbeit und die Umsetzung der Ergebnisse in die Praxis.
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Ivantsoff, A. & Ivantsoff, W. (2009): Description of a new subfamily, genus and species of a freshwater atherinid, Bleheratherina pierucciae (Pisces: Atherinidae) from New Caledonia. aqua 15(1), 13-28
Zusammenfassung:
Beschrieben wird Bleheratherina pierucciae von Tontouta (26°56.9'S 166°14'O) und Pirogues Rivers, New Caledonia. Die neue Art wird mit anderen indo-pazifischen Atheriniden verglichen, sowohl Süßwasser- als auch Meeresbewohnern (Vertretern der Gattungen Atherinason, Atherinomorus, Atherinosoma, Atherion, Craterocephalus, Hypoatherina, Kestratherina, Leptatherina und Stenatherina) sowie mit einem Atherioniden (Atherion). Die von Dyer & Chernoff (1996) stammende Unterteilung der Atheriniden in drei Unterfamilien wurde überarbeitet und eine vierte Unterfamilie, Bleheratherininae, hinzugefügt, denn die neue Art unterscheidet sich deutlich von den bisher bekannten Ährenfischen. Bleheratherina pierucciae lässt sich an der ungewöhnlichen Struktur des Maulbereichs leicht erkennen. Weiterhin sprechen osteologische Merkmale für einen besonderen Subfamilien-Status. Die Evolutionsgeschichte dieser neuen Art dürfte einen gemeinsamen Ausgangspunkt mit australischen Küsten und Meeresfischen haben, wahrscheinlich gab es einen gemeinsamen Vorfahren in der marinen Umwelt, speziell im Arafura-Meer. Erst die zoogeografischen Ereignisse am Ende des Paläozäns, die zur Abtrennung Neu-Kaledoniens von Australien und zur Bildung einer eigenen Insel führten, dürften zur Eigenentwicklung der damaligen Arten und ihrer Eroberung der Süßgewässer in Neukaledonien geführt haben.
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Randall, J. E. & Tanaka, H. (2009): Cirrhilabrus naokoae, a new labrid fish from Indonesia. aqua 15(1), 29-36
Zusammenfassung:
Auf der Grundlage von drei männlichen Exemplaren aus dem Aquarienhandel wird der Zwerglippfisch Cirrhilabrus naokoae als neue Art beschrieben; das wahrscheinliche Verbreitungsgebiet ist die Umgebung von Medan an der Nordwestküste von Sumatra. Die neu beschriebene Art ist nahe verwandt C. joanallenae, C. morrisoni und C. rubriventralis, mit denen sie folgende Merkmale gemeinsam hat: erhöhter vorderer Abschnitt der Rückenflosse, sehr große Bauchflossen und eine einzelne Schuppenreihe an der Wange sowie einige Farbkennzeichen. Am meisten ähnelt sie C. joanallenae; Unterscheidungsmerkmale sind aber die Größe des Vorderlappens der Rückenflosse von etwa einem Viertel der Standardlänge (während C. joanallenae ausgehend von den ersten beiden dorsalen Strahlen einen Wimpel aufweist, der genauso lang wie die Standardlänge oder länger ist), durch 16 statt 14 oder 15 anterodorsale Seitenlinienschuppen (im vorderen Rückenbereich) sowie einen breiten leuchtend gelben Streifen an der Körperseite.
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Gomon, M. F. & Kuiter, R. H. (2009): Two new pygmy seahorses (Teleostei: Syngnathidae: Hippocampus) from the Indo-West Pacific. aqua 15(1), 37-44
Zusammenfassung:
Beschrieben werden zwei neue Arten der Zwergseepferdchen zur syngnathiden Gattung Hippocampus jeweils an einem einzelnen Belegexemplar. Die Art mit den größeren Individuen, H. debelius n. sp., offenbar endemisch für das Rote Meer, lässt sich durch folgende Merkmale leicht von anderen Zwergseepferdchen-Arten unterscheiden: durch lange, dornenartige Fortsätze an Kopf. Rumpf und Schwanz, getrennte Kiemenöffnungen sowie eine äußere Bruttasche im Schwanzbereich zur Aufzucht der jungen bei den Männchen. Die zweite, H. waleananus n. sp., die nur von Sulawesi bekannt wurde, hat einen eher rundlichen Rumpf, zumindest bei einem der Geschlechter, ähnlich wie bei H. colemani Kuiter, 2003, H. pontohi Lourie & Kuiter, 2008, H. severnsi Lourie & Kuiter, 2008, und H. satomiae Lourie & Kuiter, 2008, und ähnelt den genannten Arten weiterhin durch kurze, oft röhrenförmige Dornen, wenn solche vorhanden sind. Unterscheidungsmerkmal zu H. bargibanti Whitley, 1970, ist die Zahl von 12 dorsalen Flossenstrahlen (im Vergleich zu 14) und neun Brustflossenstrahlen (statt 10 oder 11); Unterscheidung zu den anderen Arten durch den langen Schwanz mit 32 Ringen (statt 26 bis 31).
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Gill, A. C. & M. V. Erdmann & Allen, G. R. (2009): Pseudochromis matahari, a new species of dottyback (Perciformes: Pseudochromidae) from Halmahera, Indonesia. aqua 15(1), 45- 48
Zusammenfassung:
Pseudochromis matahari n. sp. wird anhand des Holotypus mit einer Länge von 44,7 mm SL von Halmahera, Indonesien, beschrieben. Die neue Art unterscheidet sich von anderen Pseudochrominen durch folgende Merkmale: Rückenflossenstrahlen III, 26; Afterflossenstrahlen III, 16; die Analflossenstacheln mäßig schlank und weich-stachelig, der zweite Stachel etwas kräftiger als der dritte; Unterlippe an der Symphyse etwas unterbrochen; 16 Schuppen um den Schwanzstiel herum. Die Vertreter dieser Art haben auch eine auffällige Farbgebung.
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Randall, J. E. & Jaafar, Z. (2009): Comparison of the Indo-Pacific shrimpgobies Amblyeleotris fasciata (Herre, 1953) and Amblyeleotris wheeleri Polunin & Lubbock, 1977. aqua 15(1), 45- 48
Zusammenfassung:
Die Grundel Amblyeleotris fasciata, die mit Knallkrebsen in Symbiose lebt, war von Herre 1953 auf der Grundlage von zwei Exemplaren vom Bikini-Atoll, Marschall-Inseln, unzureichend beschrieben worden. Irrtümer bei der Beschreibung und das offensichtliche Fehlen des Holotypus haben zu taxonomischer Verwirrung geführt. Die Auffindung des Holotypus hat Hoese & Larson (2006) in der Meinung bestätigt, dass es sich bei A. fasciata um ein älteres Synonym zu A. katherine Randall, 2004, handelt. Die Art, die früher von einigen Autoren als A. fasciata bezeichnet wurde, konnte als A. wheeleri (Polunin & Lubbock, 1977) bestimmt werden, mit der Typuslokalität Seychellen, allgemein verbreitet in einem großen geografischen Raum vom Roten Meer und der Ostküste Afrikas bis zu den Marschall-, Fidschi- und TongaInseln. Der erste Nachweis für A. wheeleri von Oman wird durch zwei Exemplare im Bishop Museum belegt. Das Vorkommen von Amblyeleotris fasciata reicht im Südpazifik vom Großen Barriere-Riff bis zu den Gesellschaftsinseln. Im Nordpazifik ist die Art nur von den Marschall- und MarianaInseln bekannt. Die beiden Arten lassen sich an den Bauchflossen unterscheiden. Der fünfte Weichstrahl der Bauchflossen ist bei A. fasciata länger als der vierte und verzweigt nur einmal, wobei die Zweige fast parallel verlaufen. Bei A. wheeleri hingegen ist der fünfte Strahl kürzer als der vierte und verzweigt mehrmals (wobei der erste Zweig in der Mitte des Flossenstrahls ansetzt), die Zweige sind getrennt. Bei beiden Arten werden die Bauchflossenstrahlen durch eine Basalmembran verbunden; bei A. wheeleri ist der Grad der Verbindung größer als bei A. fasciata. Beide haben etwas schräge rote bis dunkelbraune Streifen auf dem Rumpf - bei A. fasciata sind sie gewöhnlich schmaler als die weißen Zwischenräume, bei A. wheeleri breiter. Bei der erstgenannten Art zeigen die weißen Zwischenstreifen kleine gelbe Flecken, bei der letzteren Art sind sie blassblau.
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