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Bezugspreis für aqua 4 Ausgaben: 75,00

aqua ,14(2)

Randall, J. E. & Walsh, F. (2008): A pictorial review of the Indo-Pacific labrid fish genus Pseudocoris, with description of a new species from the Coral Sea. aqua 14(2), 45-58

Zusammenfassung:

Pseudocoris aequalis wird als neue Art der Lippfische beschrieben, deren Vertreter in 8 bis 15 m Tiefe über dem Holmes-Riff im Korallenmeer (Coral Sea) gesammelt wurden. Sechs Exemplare dienten der Beschreibung zur Grundlage: vier ausgewachsene Männchen mit 110-112 mm SL und zwei junge Männchen mit 82 und 89 mm SL. Die neue Art unterscheidet sich dadurch, dass in der Phase des voll erwachsenen Tieres der Rücken vorne nicht erhaben ist und bei beiden Stadien ein anderes Farbmuster zu sehen ist. Auf Farbfotos werden junge Männchen, solche des ersten Erwachsenen-Stadiums und solche der endgültigen Erwachsenen-Phase zu allen weiteren fünf Arten der Gattung gezeigt, zusammen mit Anmerkungen zu ihrer Verbreitung. Pseudocoris aurantiofasciata wird auf der Grundlage eines voll erwachsenen Männchens vom Holmes-Riff zum ersten Mal für Australien belegt..


Murdy, E. O. (2008): Trypauchenichthys larsonae, a new species of amblyopine goby from Australia (Gobiidae: Amblyopinae) with a key to the species in the genus.         aqua 14(2), 59-68

Zusammenfassung:

Die indo-westpazifische Gobiiden-Gattung Trypauchenichthys wird definiert und revidiert. Trypauchenichthys hat innerhalb der Amblyopinae insofern eine Sonderstellung, als bei dieser Gattung die Bauchflossen getrennt sind (nicht durch eine Membran verbunden). Drei Arten gehören nach heutigem Kenntnisstand dazu: T. larsonae n. sp., bisher nur vom Nord-Territorium, Australien, bekannt; T. sumatrensis, mit Belegfunden von der Malacca-Straße und Berichten aus Indien, sowie T. typus, zu der es Belegexemplare nur von der Typuslokalität bei Westborneo gibt und außerdem Berichte aus Thailand, von den Philippinen, Sarawak und dem Riau-Archipel, Indonesien. Der Überblick wird mit einem Bestimmungsschlüssel sowie Zeichnungen und Beschreibungen zu jeder Art abgeschlossen. Die mutmaßlichen Verwandtschaftsbeziehungen der Gattung werden diskutiert.



Oddone, M. C. & G. Velasco & Rincon, G. (2008): Occurrence of freshwater stingrays (Chondrichthyes: Potamotrygonidae) in the Uruguay River and its tributaries, Uruguay, South America. aqua 14(2), 69-76

Zusammenfassung:

Über vier Belege der Süßwasser-Stechrochen im Uruguay-Fluss und in seinen Nebenflüssen in Paysandú, Uruguay, wird berichtet. Der erste Belegfund ist ein 1934 gefangenes Exemplar von unbestimmtem Geschlecht, mit 120 kg Gewicht und 150 cm Körperscheiben-Breite. Ein zweites Exemplar, 1998 gefangen, ebenfalls mit unbekanntem Geschlecht, wiegt 50 kg insgesamt und misst 103 cm in der Breite. Das dritte Exemplar, 2001 gefangen, ist ein erwachsenes Männchen mit 114 kg Gesamtgewicht und 110 cm Scheibenbreite. Das vierte Exemplar von 2004 schließlich wurde als Weibchen bestimmt und hat ein Gesamtgewicht von 11 kg und eine Scheibenbreite von 80 cm. Nach Größe und äußeren Merkmalen wurden diese vier Exemplare als Potamotrygon brachyura bestimmt - bisher der einzige Potamotrygon-Nachweis aus Uruguay.


Dooley, J. K. & Jimenez, L. (2008): Hoplolatilus luteus Allen & Kuiter, 1989, a junior synonym of H. fourmanoiri Smith, 1964 (Perciformes: Malacanthidae), based on morphological and molecular data. aqua 14(2), 77-84

Zusammenfassung:

Maßgebend für die Beschreibung von Hoplolatilus luteus war die gelbe Farbe des Rumpfes und der Schwanzflosse. Sowohl bei Lebendbeobachtungen als auch an konservierten Exemplaren konnten aber bei H. fourmanoiri gelbe Varianten festgestellt werden. Auch bei anderen Torpedobarscharten beider Gattungen Hoplolatilus und Malacanthus konnten ontogenetische und geografische Varianten der Färbung beobachtet werden. Innerhalb einer Woche der Aquarienbeobachtung wurden bei einem Exemplar von H. luteus Bauchseite, Kopf und Schwanz etwas dunkler, kurz danach starb der Fisch. Man nimmt an, dass bei H. luteus bei etwa 90 bis 105 mm SL ein Farbwechsel eintreten kann. Bestimmte subgenerische Merkmale, die man bisher an H. fourmanoiri und dem nahe verwandten H. oreni feststellte, ließen sich auch und gerade an H. luteus beobachten. Mitochondriale und nukleare DNA-Analysen bei H. fourmanoiri und H. luteus zeigten Identitätswerte von 587/588 bp (99%) und 792/786 bp (99%) bei den Nukleotidsequenzen 1GS bzw. RAG2. Phylogenetische Analysen des Gens 16S nach den Verfahrensweisen des „bootstrapping" (1000 Replikate), „neighbour joining" (NJ) und „maximum parsimony" (MP) führten immer zu dem Ergebnis, dass es sich bei H. fourmanoiri und H. luteus abschließend um Zwillingstaxa handelt. Folglich muss Hoplolatilus luteus als neues Synonym zu H. fourmanoiri auf der Grundlage von morphologischen und molekularen Daten betrachtet werden.


Khalaf, M. A. & Krupp, F. (2008): A new species of the genus Symphysanodon (Perciformes: Symphysanodontidae) from the Gulf of Aqaba, Red Sea. aqua 14(2), 85-88

Zusammenfassung:

Ein neuer Hangfisch, Symphysanodon disii n. sp., wird anhand eines Exemplars von 165 mm Standardlänge (SL) beschrieben. Er wurde bei Aqaba, Jordanien, Golf von Aqaba, Rotes Meer gefangen. Die neue Art ist durch folgende Merkmalskombination gekennzeichnet: 10 Weichstrahlen in der Rückenflosse, 7 Weichstrahlen in der Afterflosse, 50 perforierte Schuppen in der Seitenlinie, 12 + 25 = 37 Kiemenreusen auf dem ersten Kiemenbogen. Der Körper ist mit 32 % der SL recht hoch. Der erste Bauchflossenstrahl ist nur geringfügig verlängert und erreicht den Anus nicht. Die Brustflossen erreichen die Position der Basis des letzten Hartstrahls der Rückenflosse; die angelegte Afterflosse hat eine Länge von 32 % der SL. Die Schwanzflosse ist stark gegabelt, beide Spitzen bilden lange Filamente. Dies ist der erste Nachweis der Familie Symphysanodontidae aus dem Roten Meer. Morphologisch steht die neue Art dem im zentralen Pazifik weit verbreiteten Gelbstreifen-Hangfisch Symphysanodon katayamai, am nächsten.


Randall, J. E. & Suzuki, T. (2008): Three new species of dartfishes of the gobioid genus Ptereleotris from the western Pacific. aqua 14(2), 89-100

Zusammenfassung:

Die Torpedogrundel Ptereleotris brachyptera wird als neue Art auf der Grundlage von acht Exemplaren beschrieben, die von der Ngargol-Insel, Palau, stammen, sowie anhand eines weiteren Exemplares vom Majuro-Atoll, Marshall-Inseln; die Tiere lebten in Lagunen über schlammigem Sand und über Untergründen mit Steinschutt in 20 bis 38 m Tiefe. Die Typusexemplare von 39,1 bis 58,2 mm SL hielt man zunächst für subadulte Tiere von P. microlepis oder P. hanae, bis man geschlechtsreife Tiere in höherer Zahl fand. Ptereleotris bracbyptera unterscheidet sich von P. microlepis durch eine geringere Zahl von Rücken- und Afterflossenstrahlen, einen schlankeren Körper und einen roten statt schwarzen Streifen an der Brustflossenbasis. Von P. hanae unterscheidet sich die neue Art durch die sehr niedrige erste Rückenflosse und das Fehlen des dunklen purpurgetönten grauen Streifens auf der Unterseite. Von beiden Arten unterscheidet sich die neue durch die geringere Größe und abgerundete statt spitzer Ecken an der Schwanzflosse.

Ptereleotris crossogenion wird auf der Grundlage von einem weiblichen Exemplar beschrieben, mit 40,7 mm SL, das über schlammigem Sand mit Steinschutt in 27 m Tiefe in der Lagune der Provinz Madang, Papua-Neuguinea, gefunden wurde. Die Ähnlichkeit zu P. brachyptera ist groß, nur hat P. crossogenion einen Saum schlanker Papillen am Unterkiefer, einen tieferen Rumpf, einen schmaleren Interorbitalraum und eine andere Farbgebung.

Ptereleotris kallista wird nach zwei männlichen Exemplaren mit 70 und 85 mm SL aus dem Aquarienhandel der Philippinen beschrieben. Er ist ein naher Verwandter zu P. uroditaenia, unterscheidet sich aber durch einen breiteren Interorbitalraum, längere Rückenstacheln und das Farbmuster, insbesondere ein fortlaufendes schwarzes Band submarginal an der Schwanzflosse im Vergleich zu zwei schwarzen konvergierenden Bändern bei P. urodiaenia..

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