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Bezugspreis für aqua 4 Ausgaben: 75,00

aqua ,13(2)

Lima, F. C. T. & H. A. Britski & Machado, F. A. (2007): A new Moenkhausia (Characiformes:Characidae) from central Brazil, with comments on the area realtionship between the upper rio Tapajos and upper rio Paraguai systems. aqua 13(2), 45-54

Zusammenfassung:

Beschrieben wird eine neue Art der Salmlergattung Moenkhausia vom Rio Juba, einem Nebenfluss des Rio Sepotuba (oberes Paraguai-Becken), vom Rio Juruena und von seinem Nebenfluss, dem Rio Papagaio (oberes Tapajös-Becken), im Staat Mato Grosso in Brasilien. Hauptmerkmal der neuen Art ist ihre unverkennbare Färbung bei den lebenden Exemplaren: v.a. sind die Augen in der unteren Hälfte leuchtend blau, in der oberen Hälfte leuchtend grün (mit einem leuchtend goldenen Schimmer), die Oberlippe rot und der Kiemendeckel durchsichtig, sodass man rosarot die Kiemen hindurchschimmern sieht. Die neue Art gehört offensichtlich zu der Gruppe um Moenkhausia oligolepis und M. sanctaefilomenae, der nach gegenwärtiger Vorstellung auch M. pyrophthalma, M. diktyota und M. cotinho zuzurechnen sind. Das Vorkommen von Moenkhausia cosmops in beiden Oberläufen: im oberen Rio Juruena (Tapajös-Becken) und im oberen Rio Paraguai - entsprechende Beobachtungen liegen für andere Fischgruppen vor - dürften ein Hinweis darauf sein, dass es in neuerer Zeit Verbindungen zwischen beiden Systemen gegeben haben muss.


Costa, W. J. E. M. (2007): Five new species of the aplocheiloid killifish genus Rivulus, subgenus Melanorivulus, from the middle Araguaia River basin, central Brazil (Teleostei: Cyprinodontiformes: Rivulidae). aqua 13(2), 55-68

Zusammenfassung:

Beschrieben werden fünf neue Arten der Gattung Rivulus, Untergattung Melanorivulus, die im mittleren Strombereich des Araguaia River entdeckt wurden: R. salmonicaudus n. sp. aus Nebenarmen und Sümpfen in unmittelbarer Verbindung mit dem Hauptstrom des Araguaia; R. rubromarginatus n. sp. vom Einzugsgebiet des Peixe River; R. crixas n. sp. vom Einzugsbereich des Crixäs Acu River; R. javahe n. sp. von den Einzugsgebieten der Flüsse Verde und Crixäs Acu sowie R. karaja n. sp. aus dem Bereich des Formoso River. Alle neuen Arten zählen zu der Klade, die als R.-zygonectes-Artengruppe bezeichnet wird. Gemeinsames Merkmal ist ein diffuser dunkelgrauer Streifen zwischen dem postorbitalen Bereich und der Schwanzflossenbasis; die einzelnen Arten lassen sich durch das Farbmuster der Schwanzflosse bei den Männchen unterscheiden.



Winterbottom, R. & Scott, L. (2007): Two new species of the genus Trimma (Percomorpha: Gobiidae) from western Thailand. aqua 13(2), 69-76

Zusammenfassung:

Beschrieben werden zwei neue Arten der Gattung Trimma. Trimma fucatum ist gekennzeichnet durch das Vorhandensein prädorsaler Schuppen, zwei Kiemendeckel-Schuppen (eine Ctenoid-, eine Cycloid-Schuppe), eine Interorbital-Furche und eine schwächere Postorbital-Furche, nicht verlängerte Rückenstacheln und eine dichotome Verzweigung am fünften Bauchflossenstrahl. Lebende Exemplare von T. fucatum zeigen drei bis vier diffuse Reihen orangefarbener bis gelber Tupfen, kleinere gelbe Flecken auf der Schwanzflosse und einen deutlichen schmalen roten Streifen auf dem Präoperculum. An konservierten Exemplaren sind strohgelbe Tupfen auf braunem Grund zu sehen. Trimma sanguinellus lässt sich durch folgende Merkmale unterscheiden: keine Schuppen prädorsal und auf dem Kiemendeckel, Interorbital-Furchen, leicht verlängerter zweiter Rückenstachel, ein fleischiger Grat in der prädorsalen Mittellinie und fehlende Verzweigung am fünften Bauchflossenstrahl. Frisch gefangene Exemplare zeigen einen einheitlichen rotorangenen Farbton. In Äthanol konservierte Exemplare sind hingegen strohgelb. Die beiden neuen Arten sind bisher nur vom östlichen Rand des Indischen Ozeans bekannt.


Casaux, R. J. & Di Prinzio, C. Y. (2007): The diet of the large puyen Galaxias platei (Galaxiidae) at Rosario Lake, Patagonia, Argentina. aqua 13(2), 77-86

Zusammenfassung:

Insgesamt wurden 1.355 Exemplare des "Großen Puyen" (Plate-Hechtlings) Galaxias platei mit Schleppnetzen vom Grund des Rosario Lake in Argentinien gefangen. Die Art war in den Fängen am häufigsten vorhanden, gefolgt von dem patagonischen Ährenfisch Odontesthes hatchery und der Regenbogenforelle Oncorhynchus mykiss. Die Analyse des Mageninhalts von 333 Exemplaren zeigt, dass es sich bei G. platei um einen Alles- und Gelegenheitsfresser handelt, der sich hauptsächlich von benthischen Organismen ernährt. Hauptbeute war der Amphipode Hyalella araucana, gefolgt von den Chironomiden (Zuckmücken) Ablabesmyia sp. und Polypodilum sp. Vorherrschend war Hyalella araucana bei Fischen jeder Länge, bei größeren Individuen aber war das fast die einzige Nahrung, während für die kleineren Exemplare zusätzlich Zuckmücken wichtig waren. Galaxias platei erbeutete das ganze Jahr über intensiv H. araucana, schien aber gerne auch andere Beutetierarten wie Zuckmücken aufzunehmen, wenn sie in größerer Zahl auftraten. Die Ergebnisse werden mit früheren Studien aus Patagonien verglichen.

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