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Bezugspreis für aqua 4 Ausgaben: 75,00

aqua ,12(1)

Schulz, J. & Randall, J. E. (2006): Ostorhinchus leslie, a new coral-reef cardinalfish from American Samoa. aqua 12(1), 1-10

Zusammenfassung:

Ein neue Art der Kardinalfische: Ostorhinchus leslie, wird auf der Grundlage von fünf Exemplaren vom Rose-Atoll und von Tutuila, amerikanischen Samoa-Inseln, sowie einem weiteren Exemplar von den Bank-Inseln, Vanuatu, beschrieben. Die Art hat ein unverkennbares Farbmuster: gelbe Grundfarbe, die nach hinten rötlich getönt ist, mit blauen Linien am Kopf und oft mit roter Farbe an der Schnauze. Am stärksten ähneln Vertreter dieser Art dem gänzlich gelb gefärbten O. luteus, der sich in Micronesien von den Marshall-Inseln bis Palau findet. Da die beiden Arten nur an der Farbe zu unterscheiden sind, haben wir ihre genetische Isolierung durch Vergleich von 749 Basenpaar-Sequenzen des mitochondrialen Cytochrom b zu bestätigen versucht. Maximale Wahrscheinlichkeit und der Vergleich mit der fernverwandten Art Pristiapogon kallopterus sprechen für reziproke Monophylie mit 100%iger Bestätigung nach dem Bootstrap-Verfahren. Die paarweise Sequenzen-Divergenz innerhalb der Arten (dmax = 0,00945) ist in einer eindeutig niedrigeren Größenordnung als die durchschnittliche Sequenzen-Divergenz von 8,2 % zwischen den Zwillingsarten. Die genetischen Untersuchungsergebnisse unterstützen also die Unterscheidung von O. leslie als eigene Art.


Allen, G. R. & Erdmann, M. ( 2006): Paracheilinus walton, a new fasherwrasse (Perciformes: Labridae) from Papua, Indonesia with a key th the species of Paracheilinus. aqua 12(1), 11-18

Zusammenfassung:

Der indo-pazifische Lippfisch Paracheilinus walton wird auf der Grundlage von vier männlichen Exemplaren mit 34,8 - 40,7 mm SL und zwei Weibchen mit 27,7 - 38,9 mm SL beschrieben, die in 46 m Tiefe an der Yapen-Insel, Papua, Indonesien, gefangen wurden. Die Art ähnelt dem sympatrischen P. cyaneus (südchinesisches Meer bis Salomon-Inseln), unterscheidet sich aber deutlich durch seine geringere Maximalgröße (rund 45 im Vergleich zu 55 mm SL) und eine geringere Zahl an verlängerten Rückenflossenstrahlen (3-4 im Vergleich zu 6-8) bei den Männchen. Auch das typische Balzverhalten (engl. Name "flasher"wrasse) unterscheidet sich bei den Männchen der beiden Arten. Paracheilinus walton hat eine weiße bis leicht gelbliche Rückenflosse, die lebhaft mit der intensiven Rotfärbung (schwarz im Durchlicht) am angrenzenden Rücken kontrastiert; im Vergleich dazu hat P. cyaneus eine leuchtend türkisblaue bis weißliche Farbe auf Rückenflosse und Rücken. Außerdem unterscheiden sich Form und Lage der verlängerten Filamente deutlich. Bei P. walton sind sie relativ breit und einförmig auf der ganzen Länge und enden in rundlichen, keulenförmigen Spitzen. Bei voller Aufrichtung sind die herausragenden Flossenstrahlen im distalen Drittel nach hinten gebogen. Im Gegensatz dazu sind die schlanken, verjüngten Flossenstrahlen von P. cyaneus nicht stark nach hinten gebogen. Für die 15 Arten der Gattung Paracheilinus wird ein Bestimmungsschlüssel angefügt.



Zajonz, U. (2006): Plectranthias klausewitzi n. sp. (Teleostei, Perciformes, Serranidae), a new anthiine fish from the deep waters of the southern red sea. aqua 12(1), 19-26

Zusammenfassung:

Ein neuer Tiefenwasser-Sägebarsch, Plectranthias klausewitzi, wird beschrieben, basierend auf sieben Exemplaren, die im Tiefenwasser des südlichen Roten Meeres gedredscht wurden. Die neue Art unterscheidet sich von den anderen Arten der Gattung durch folgende Merkmalskombination: 14-15 dorsale Weichstrahlen; 14-15 Brustflossenstrahlen, bis auf die obersten alle gespalten; Seitenlinie vollständig, mit 29 Seitenlinienschuppen; 7-8 diagonale Schuppenreihen auf der Wange; keine Schuppen auf dem Prämaxillare und der Kopfunterseite; hinterer Präoperkularrand gesägt, unterer Rand ohne deutliche Stacheln; dritter Rückenstachel am längsten; 9-10 schräge, dunkle Riegel auf der Körperoberseite, verbunden auf Höhe der Mittellinie; zwei dunkle Flecken auf der Schwanzflosse. Dies ist der erste Nachweis einer Tiefenwasserart der Gattung Plectranthias aus dem Roten Meer.


Allen, G. R. & Erdmann, M. V. (2006): Pterocaesio flavifasciata, a new species of fusilier (Teleostei: Caesionidae) from Sumatra, Indonesia. aqua 12(1), 27-30

Zusammenfassung:

Eine neue Art der Füsilierfische, Caesionidae: Pterocaesio flavifasciata, wird auf der Grundlage von sieben Exemplaren mit 164,0-204,3 mm SL beschrieben, die an der Insel Weh, Sumatra. Indonesien im Mai 2005 gefangen wurden. Die besondere Farbgebung mit zwei ungewöhnlich breiten gelben Streifen auf blauem oder blaugrünem Grund kennzeichnet sie innerhalb der Familie. Zwei andere Arten, P. digramma and P. marri, weisen ebenfalls an der Oberseite ein Paar gelber Streifen auf, doch sind diese viel schmaler, nur 1-2 Schuppenreihen breit, im Gegensatz zu einer Breite von 4-5 Reihen bei P. flavifasciata.


Lima, F. C. T. & J. Géry & J. A. S. Zuanon & Zarske, A. (2006): Astyanax dnophos Lima & Zuanon, a junior synonym of Moenkhausia heikoi Géry & Zarske (Ostariophysi: Characiformes: Characidae. aqua 12(1), 31-34

Zusammenfassung:

Moenkhausia heikoi Géry & Zarske, 2004, und Astyanax dnopbos Lima & Zuanon, 2004, wurden fast gleichzeitig vom Einzugsgebiet des Rio Xingü in Brasilien beschrieben. Ein Vergleich der Holotypen der beiden Nominalarten hat ergeben, dass sie trotz ihrer Zuordnung zu zwei verschiedenen Gattungen zu einer einzigen Art zu zählen sind. Die Beschreibung von M. heikoi wurde fünf Tage früher veröffentlicht, sodass dieser Name Priorität gegenüber A. dnophos bekommt, der damit als nachrangiges subjektives Synonym zu gelten hat.


aqua ,12(1)

Randall, J. E. (2006): Validation of the gobiid fish genus Pascua. aqua 12(1), 35-38

Zusammenfassung:

Die Gattung Pascua Randall, 2005, der Meergrundeln (Gobüdae), mit der Typusart P. caudilinea Randall, 2005, von den Osterinseln - von Hoese & Larson (2005) dem Synonym Hetereleotris Bleeker, 1874, zugeordnet - wird in dieser Arbeit für gültig erklärt. Hetereleotris sticta von Rapa und H. readerae von den Riffen vor Elizabeth und Middleton werden wieder in Pascua eingeordnet. Dreizehn indopazifische Arten der Meergrundeln hatte Hoese (1986) der Gattung Hetereleotris zugerechnet. Das vorrangige Merkmal, das er für die Gattung Hetereleotris nannte, beschrieb er so: „erste Kiemenspalte wird von einer Membran der Kieme so weit verschlossen, dass sie die Hälfte oder mehr im unteren Bereich des ersten Kiemenbogens verdeckt". Die übrigen Merkmale, die Hoese für Hetereleotris nennt, sind so verschiedenartig, dass die Gattung voraussichtlich nach einer gründlichen phylogenetischen Untersuchung in mehrere Gattungen aufgeteilt werden wird. Im Hinblick auf eine Reihe von Merkmalen, die den drei südpazifischen Arten gemeinsam sind (von Hoese & Larson 2005 als vermutlich monophyletische Artenreihe bezeichnet), dürfte Pascua als Gattung zweifellos weiterhin Bestand haben.


Allen, G. R. & Randall, J. E. (2006): Vanderhorstia nobilis, a new species of shrimpgoby from Indonesia and the Philippines. aqua 12(1), 39-44

Zusammenfassung:

Beschrieben wird eine neue Art der Meergrundeln (Gobiidae): Vanderhorstia nobilis von den Philippinen und Indonesien, auf der Grundlage von drei Exemplaren mit 32,0 bis 43,4 mm SL. Zu ihren Bestimmungsmerkmalen gehören: 16 weiche Rückenflossenstrahlen, 17 weiche Afterflossenstrahlen, 63-68 Schuppen in der Längsrichtung und eine mäßig gedrungene (5,2-5,3 mm Tiefe in SL bei Weibchen) bis schlanke (männlicher Holotypus 6,9 mm Tiefe in SL) Körpergestalt. Die Vertreter dieser Art ähneln zwei unbeschriebenen Arten von Indonesien und Japan, unterscheiden sich aber deutlich durch das Farbmuster, das sich bei den Männchen folgendermaßen beschreiben lässt: mitteldorsaler neonblauer Streifen am Kopf, unregelmäßige orangefarbene Flecken, Streifen und Bänder über Wangen, Kiemendeckel und angrenzende Brustflossenbasis, ein Paar breiter bräunlich orangefarbener Streifen auf der dorsalen Hälfte des Körpers, die von zwei schmaleren blassblauen Streifen gesäumt werden, ein dunkel- bis fein hellbraun getönter orangefarbener Fleck (manchmal weitgehend reduziert) auf der ersten Rückenflosse zwischen dem zweiten und fünften Stachel, ein dunkler submarginaler Streifen auf dem hinteren Zweidrittel der Analflosse sowie kleine orangefarbene Sprenkel auf den Bauchflossen. Die Weibchen sind etwas weniger farbenprächtig, besitzen aber eine deutlich dreieckige erste Rückenflosse mit einem bräunlichen bis leuchtend orangegelben Fleck, der distal schmaler wird, in der Mitte der Flosse..

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