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aqua ,11(4)
Costa, W. J. E. M. (2006): Relationships and taxonomy of the killifish genus Rivulus (Cyprinodontiformes: Aplocheiloidei: Rivulidae) from the Brazilian Amazonas river basin, with notes on historical ecology. aqua 11(4), 133-175
Zusammenfassung:
Die verwandtschaftlichen Beziehungen der Arten der Gattung Rivulus, die endemisch im Amazonasbecken vorkommen, werden anhand von morphologischen Merkmalen untersucht und die Taxa der verschiedenen Linien innerhalb der Gattung abschließend bewertet. Auf der Grundlage der gegenwärtig bekannten morphologisch begründeten Abstammungsverhältnisse und der vorhandenen genetischen Analysen lassen sich sieben Untergattungen unterscheiden: Rivulus, Cynodonichthys, Anablepsoides, Benirivulus n. subgen., Laimosemion, Owiyeye n. subgen. und Melanorivulus n. subgen. Benirivulus lässt sich durch die einmalige Färbung eindeutig erkennen und umfasst nur eine Art: R beniensis vom Rio Madeira und seinem Einzugsgebiet. Owiyeye kann am Fehlen des “dermosphenotischen” Knochens, am sekundären Muster der Frontalbeschuppung und am Farbmuster des Unterkieferbereichs bestimmt werden; zu dieser Untergattung zählen Arten vom Amazonas- und vom Orinocobecken. Melanorivulus wird gekennzeichnet durch: apomorphe (evolutiv neue) Gestaltung des Präoperculums, abgeleitete Farbmuster der Postorbital-Region bei Männchen und unpaare Flossen bei Weibchen; Arten der südlichen Nebenflüsse des Amazonas, des Paraná-Paraguay-Systems und der Parnaiba- und São-Francisco-Flussbecken gehören dazu. Achtzehn Arten des brasilianischen Amazonasbeckens werden als gültig anerkannt: R. urophthalmus, R. taeniatus, R micropus, R. ornatus, R. beniensis, R. strigatus und R. dibaphus, die hiermit wiederbeschrieben wird, sowie R. atratus, R romeri, R. kirovskyi, R. uatuman, R. uakti, R amanapira, R. tecminue, R. modestus, R. zygonectes, R. violaceus und R litteratus, die in letzter Zeit neu oder wiederbeschrieben wurden. Nach Freilandbeobachtungen kommen die Arten verschiedener Abstammungslinien der Klade mit Benirivulus, Laimosemion, Owiyeye und Melanorivulus in unterschiedlichen aquatischen Lebensräumen vor, sodass von einer divergenten Evolution gemäß dem bevorzugten Habitat auszugehen ist.
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